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Rollstuhlfahrerin bloggt und erfährt ungeahnte Hilfe

Quellenangabe Hellweger Anzeiger, Foto Stefan Milk und Text Susanne Brzuska

Quellenangabe Hellweger Anzeiger, Foto Stefan Milk

Karen Falkenberg kann ohne Rampe nicht eigenständig das Haus verlassen.
 

von Susanne Brzuska
Overberge. Es ist nur wenige Tage her, dass Karen Falkenberg mit ihren persönlichen Blogeinträgen etwas losgelöst hat, was sie so gar nicht beabsichtigt hatte, ihr aber nun wieder mehr Lebensmut gibt.

Wildfremde Menschen möchten ihr helfen, dass sie als Rollstuhlfahrerin das Haus auch wieder ohne fremde Hilfe verlassen kann. Was fehlt, ist eine Rampe. Ohne Rampe stellen die vielen Treppen unüberwindbare Hindernisse für die 52-Jährige dar. Die Kosten für die Rampe schätzt ein Fachmann auf rund 50.000 Euro. Eine Summe, die die Familie aktuell nicht stemmen kann. Doch jetzt haben sich über Facebook teilweise wildfremde Menschen bereit erklärt, zu helfen. In Form von Spenden, aber auch mit eigener Muskelkraft.

Denn nach ihren Blogeinträgen, in denen Karen Falkenberg ganz offen über ihre Krankheit und die Folgen berichtete, erreichten sie nicht nur viele ermutigende und mitfühlende Nachrichten. Es meldeten sich auch Menschen, die konkret helfen wollten und gleich damit anfingen: Eine von ihnen ist ihre Netzwerk-Kollegin Carola Baxmann. Die Holzwickederin machte Nägel mit Köpfen, rief das Projekt „Rampe für Karen“ ins Leben. Sie fordert die Social-Media-Teilnehmer auf, sich aktiv einzubringen: Geld zu spenden, vorbei zu kommen und zu helfen. Mit einer ersten Hilfsaktion, die Carola Baxmann federführend mit ihrem Mann Maik Lemberger übernimmt, steht am 11. November zunächst „grobe Gartenarbeit“ an, um eine Zufahrt entstehen zu lassen.„Geldspenden sind natürlich willkommen, aber es braucht auch noch viele Hände“, sagt Carola Baxmann. Die Resonanz auf ihre Blogeinträge sei für sie sehr berührend, sagt Karen Falkenberg. Dabei wollte sich die Unternehmerin mit ihren Einträgen „einfach nur mal Luft machen“ und über ihr neues Leben berichten. Stellvertretend für so viele andere, denen es ähnlich geht wie ihr. Vor rund zwei Jahren hat sie eine Krankheit an den Rollstuhl gefesselt. Und seitdem kämpft sie mit ihrem Mann Bernd und den zwei Töchtern mit dem, was zwangsläufig kommt, wenn jemand nicht mehr allein aufstehen und laufen kann. Sie kämpfen gemeinsam um ihr Haus, um so viele Hilfsmittel und um ihre Zukunft. Doch nun sind es schon so einige, die ihnen zur Seite stehen.

Hilfsprojekt: Eine Rampe für Karen
Weitere Informationen gibt es auf der Seite www.rampe-fuer-karen.de

Die erste Hilfsaktion startet am 11. November an der Erlentiefenstraße 54. Gesucht werden noch Hel-fer für die „grobe Gartenarbeit“.