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Dutzend Helfer räumen Weg für Karen frei

Quellenangabe Hellweger Anzeiger, Foto Drawe und Text Susanne Brzuska

Mit vereinten Kräften bereiteten die Helfer eine Schneise für die Rampe vor. FOTO: DRAWE

Projekt „Rampe für Karen“ geht am Wochenende in die nächste Runde.

Von Susanne Brzuska


Overberge. Ein paar Erdbeerpflanzen konnte Karen Falkenberg gerade noch retten, bevor am Samstag rund ein Dutzend Helfer ihren Garten frei räumten, um für sie einen barrierefreien Weg nach draußen anzulegen.

Die Overbergerin ist seit einiger Zeit auf den Rollstuhl angewiesen und kann nicht ohne fremde Hilfe das Haus verlassen. Eine Rampe ist teuer, der Weg durch den Garten bleibt so für sie versperrt. Nach einem Blogeintrag (wir berichteten) erfuhr sie sehr viel Hilfsbereitschaft: Ihre Netzwerk-Kollegin Carola Baxmann machte Nägel mit Köpfen, gründete das Projekt „Rampe für Karen“ und legte für den vergangenen Samstag den ersten Termin fest. Zwölf Helfer standen um 9 Uhr vor der Tür, um im Garten unter anderem Obstbäume und eine Pergola zu entfernen, 20 Jahre alten Efeu zu entwurzeln, Kirschlorbeer und Strandhafer auszugraben und vor allem ziemlich viel Erde zu bewegen. Unterstützt von einem Küchenteam, das bis nachmittags für die Verpflegung sorgte. Der Container mit einem Volumen von 18 Tonnen, den ein Bergkamener Unternehmen spontan für die Aktion zur Verfügung gestellt hatte, war am Ende des Tages mehr als voll. Für das kommende Wochenende ist schon der nächste Einsatz geplant. „Allerdings gibt es eventuell eine Alternativlösung, mit der wir uns einen Großteil der weiteren Erdarbeiten sparen können“, sagt Karen Falkenberg. Wenn die Terrasse angehoben ist, könne möglicherweise ein Plattenhublift installiert  werden. Dies sei zudem billiger als die bislang für das Projekt veranschlagten 50.000 Euro.

Aus eigener Tasche kann  die Familie das Geld aktuell nicht aufbringen. Kreditanfragen der Unternehmerin bei heimischen Geldinstituten fielen negativ aus: Eine Rampe sei keine Wertsteigerung für das Haus, da könne sie das Geld gleich verbrennen oder aber besser eine barrierefreie Wohnung kaufen.